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Windhundefreunde

Die schönsten Seiten von Windhund und Mensch!

 

Erziehung ist (fast) alles

Ein gut erzogener Windhund wird keinen Versuch unternehmen, sich seinen Anteil des Mittagessen zu nehmen. Er wird sich so aufführen, dass Sie Schuldgefühle haben und das Essen nicht genießen können.

Windhunde verstehen, Probleme lösen, für den Alltag trainieren

 

Ines Zuschke Hundetrainerin

 

Windhunde bereichern unser Leben. Wir beziehen die Windhunde in unser Leben und unsere Aktivitäten ein. Sie sind ein Teil der Familie. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine innige Bindung zu den “vierbeinigen Kindern”. Wir können uns ein Leben ohne Windhunde nicht mehr vorstellen. Eines darf man jedoch nicht vergessen, Windhunde sind keine Menschen. Oft wird erwartet, dass der Windhund die Sprache des Menschen versteht und sich wie ein Mensch verhält. Nicht wenige Windhunde werden von ihren Besitzern sogar wie Menschen behandelt. Wir müssen uns daran erinnern, dass Windhunde zum Tierreich gehören und deren Denkmuster und Verhaltensweisen nicht denen des Homo sapiens entsprechen. So besteht ein erster Trainingsschritt darin, den von dem Windhund verlangten Handlungsablauf auf einen bestimmten Befehl hin aufzuzeigen. Die Familie ist für den Windhund gewissermaßen das Ersatzrudel. Die Bezugspersonen stehen in der Rangordnung ganz oben und agieren für den Windhund als souveräne, faire Leitfiguren. Der Windhund muss Respekt, aber keine Angst haben. Eine Trainingsmethode, welche die gute Beziehung aller Beteiligten fördert, stellt die positive Verstärkung dar. Auf ein gewünschtes Verhalten wird ein angenehmer Reiz (z.B. Leckerli, Zuwendung) zugefügt. Der Windhund wird entdecken, dass es sich lohnt mit dem Menschen zusammen zu arbeiten. Ein verbales Lob gehört immer dazu. Konsequenz ist das oberste Gebot. Einmal aufgestellte Regeln dürfen nicht in Frage gestellt werden. Doch nun genug der Vorworte. Ich lade Sie ein, die untenstehenden Ausführungen zu lesen. Bei Beherzigung meiner Ratschläge werden Sie feststellen, dass ein harmonisches und glückliches Zusammenleben von Mensch und Windhund auf unkomplizierte Weise möglich ist.

Es verbleibt mit freundlichen Grüßen

Ines Zuschke

zertifizierte Hundetrainerin BHV | IHK

 

Kontakt:

 

Ines Zuschke Hundetrainerin

 

Ines Zuschke, Hundebaratertin, Mobil: +49 174 3 83 58 56, E-Mail: ines@zuschke-hundeberaterin.de

 

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➤ Erläuterungen zum Jagdverhalten des Hundes

Herzlichen Glückwunsch! Sie zählen sich zu den stolzen Besitzern einer der intelligentesten, interessantesten, schönsten, sportlichsten, feinfühligsten und gesündesten Rassen der Familie Canis lupus familiaris – den Windhunden.

Genau aus diesen oben genannten positiven Eigenschaften und den dazu kommenden Zuchtaufgaben dieser Rassen, entwickeln sich für uns Menschen Verhaltensweisen, die das alltägliche Zusammenleben mit diesen Hunden etwas verkomplizieren.

In den folgenden Berichten möchte ich grundlegende Dinge des Jagdverhaltens unserer Windhunde besprechen und Trainingsmöglichkeiten aufzeigen.

Jagdverhalten:

Eine komplette Jagdsequenz besteht aus verschiedenen Einzelsequenzen:

  • Orientieren (mit Augen/Ohren/Nase)
  • (Augen-) Kontakt
  • Pirschen
  • Hetzen/Einspringen
  • Ergreifen
  • Töten
  • Fressen

In Abhängigkeit des Nutzungszweckes der jeweiligen Rasse, sind bestimmte Verhaltensweisen stärker ausgeprägt als andere oder kaum noch vorhanden. In den Sequenzen der Windhunde wie zum Beispiel Greyhound oder Afghane finden wir nur noch Sequenzen von Orientieren, Hetzen, Ergreifen und Töten, wobei die "ursprünglicheren" Rassen, die Podencorassen, noch komplett alle Jagdsequenzen zeigen mit anschließendem Apportieren.

Je nach Windhund ist die Motivation zum Jagen unterschiedlich groß. Einflüsse wie erlerntes Verhalten, genetische Disposition, momentane körperliche Verfassung und die Appetenz (Handlungsbedürfnis) spielen dabei eine große Rolle. Windhunde beginnen sich ca. ab dem 6. Lebensmonat für bewegende Objekte zu interessieren. Spätestens jetzt sollte mit dem jungen Windhund sinnvoll trainiert werden, denn jede Erfahrung die er sammelt ist beim Jagdverhalten für ihn selbstbelohnend und somit motivierend genug sie zu wiederholen. Dazu reicht das alleinige Aufnehmen einer Spur oder das kurzzeitige Verfolgen. Nachahmen, Beutefangspiele oder ungewollte Verstärker durch den Besitzer können dieses Verhalten noch vergrößern.

Das Bedürfnis zu Jagen nimmt bei entsprechend veranlagten Hunden zu, wenn keine ausreichende Möglichkeit zur Bedürfnisbefriedigung besteht! Die Möglichkeit zur Befriedigung seines angeborenen Verhaltens dürfen ihm nicht vollständig genommen werden, sondern es müssen individuell angepasste Möglichkeiten zum Ausgleich gefunden werden wie zum Beispiel das Apportieren oder die Suche nach Gegenständen oder Futter. Jagdlich sehr hoch motivierte Windhunde suchen sonst nach einem Reiz (Auslöser), der das Jagdverhalten auslöst. Ist die genetische Disposition sehr hoch, kann bei noch so gut durchgeführtem Antijagdtraining, die Tendenz zum Jagen nie ganz abgestellt werden.

Um erfolgreich trainieren zu können, darf der Windhund sich nicht mehr selbst belohnen (Unterbinden des Jagdverhaltens)!

In den folgenden Berichten werde ich Ihnen einige Dinge zum Training von Anti-Jagd-Verhalten vorstellen. Keinen Punkt werden Sie zum Thema Strafe finden. Die Fehler, welche beim Einsatz von Strafe passieren können sind einfach zu groß um überhaupt auch nur darüber nachzudenken. Angefangen vom Richtigen Zeitpunkt des Einsatzes, einer Gewöhnung an den Strafreiz, einer falschen Verknüpfung von Strafe mit der Handlung/ dem Auslöser, einer höheren Motivation zum Jagen als die Angst vor dem Strafreiz und einer damit stetig steigenden Appetenz bei einem vollständigen Verbot der Strafe die sich auch in einer Umlenkung des Verhaltens äußern kann (Jagen von Joggern). Sie merken, die Fehler die durch Strafen entstehen können sind sehr groß, aus diesem Grund stehen ein gezieltes tiergerechtes Training und eine sinnvolle Alternativbeschäftigung an erster Stelle.

 

➤ Begriffserklärungen
  • Agonistisches Verhaltten: alle Verhaltensweisen, die als Reaktion auf eine Bedrohung oder in einem Konflikt um Ressourcen gezeigt werden (z. B. Drohen, Angriff, Unterwerfungsgesten, Flucht)
  • Appetenz: Handlungsbedürfnis
  • Aggressivität: Angriffsbereitschaft
  • Aggressionsfaktoren: Genetisch, Gelernt, Organisch, Frustration, Sozialisation
  • Assoziatives Lernen: nach Ewert, Neurobiologie des Verhaltens (1998). Beim assoziativen Lernen werden zwei unabhängige Ereignisse miteinander verknüpft.
  • Lernen: Verhaltensanpassung an die sich verändernde Umwelt als Folge gemachter Erfahrungen. Lernen dient zur Optimierung des eigenen Zustandes und zur Steigerung der biologischen Fitness.
    • Klassische Konditionierung: Handelt es sich bei diesen Ereignissen um sensorische Informationen, spricht man von klassischer Konditionierung.
      • Historisches Beispiel sind die Experimente Pawlows. In der Terminologie Pawlows sind unbedingte Reflexe meist angeborene Reaktionen ( US/UR) die eine entsprechende Motivation voraussetzen. Bedingte Reflexe sind erlernte Reaktionen (CS/CR). Sie werden auch Belohnungs- bzw. Aversionskonditionierung genannt.
      • Ein unbedeutender Reiz wird mit einem reflexauslösenden Reiz in Zusammenhang gebracht, dadurch wird der unbedeutende zu einem bedeutenden (konditioniertem) Reiz für den Windhund und löst eigenständig eine Reflexantwort aus. Die Reaktion muss eine Unwillkürliche sein. Keine Belohnung erforderlich. 0,5 Sek vorher.
      • ein zunächst neutraler Reiz wird mit einem genetisch fixierten angeborenen Signal durch wiederholtes Darbieten von Reiz und Signal in einem engen zeitlichen Zusammenhang verknüpft. Der Reiz wird dadurch zum konditionierten Signal und löst dieselbe Reaktion aus, wie das genetisch fixierte angeborene Signal.
    • Instrumentelle Konditionierung: Handelt es sich bei den zu assoziierenden Ereignissen um eine Verhaltensaktion und ihre Konsequenz, spricht man von instrumenteller Konditionierung (operantes Lernen). Hat eine Verhaltensaktion die Optimierung des Zustandes des Organismus zur Folge, so wird diese in Zukunft häufiger gezeigt. Hat die Verhaltensaktion eine Verschlechterung des Zustandes des Organismus zur Folge, so wird sie in Zukunft weniger häufig gezeigt.
      • Historisches Beispiel sind die Experimente von Skinner (Skinner-Box-Versuche).
      • Es wird eine bewusste Reaktion gezeigt um eine bestimmtes Ziel zu erreichen. Folge: Dieses Verhalten wird öfter oder gar nicht mehr gezeigt, Reiz + Reaktion + Verstärkung
      • operantes Lernen ≡ Lernen von bedingter Aktion. Verknüpfung zwischen einem Signal und einer individuellen Verhaltensäußerung.
  • Biologische Fitness: Futter, Wasser, Schlaf, Fortpflanzung, Sozialkontakt = primäre Verstärker
  • Primäre Verstärker: Steigern die Appetenz des Verhaltens
  • Sekundäre Verstärker: mit primärem Verstärker durch klassische Konditionierung in Zusammenhang gebracht, nun selbst positiver Verstärker
  • Positive Belohnung: etwas Angenehmes wird hinzugeführt
  • Negative Belohnung: etwas Unangenehmes wird entfernt
  • Positive Strafe: etwas Unangenehmes wird hinzugefügt
  • Negative Strafe: etwas Angenehmes wird entfernt
  • Submessives Verhalten: Demutsverhalten
  • Habituation: Gewöhnung an einen bestimmten Reiz. Gelernt wird die Unwichtigkeit des wiederholt auftretenden Reizes (sofern er nicht unmittelbar schädlich ist). Habituation schützt vor Reizüberflutung und sichert die Reaktionsbereitschaft auf neue Stimuli. Wird eine Habituation nicht regelmäßig erneuert, wird der Organismus langsam wieder empfänglicher für das Signal. (Beispiel: Verkehrslärm, Anblick oder Geruch von Beutetieren). Habituation ist eine Form nichtassoziativen Lernens.
  • Deprivation: Erfahrungsentzug. Dieser führt dazu, dass die Kommunikation des betroffenen Individuums mit der Umwelt zeitlebens eingeschränkt bleibt.
  • Deprivationsschäden/ Deprivationssyndrom: Erfahrungsentzug im frühen Alter führt zu Entwicklungsschäden im Gehirn und Immunsystem. Die Folgeschäden (Krankheit, Verhaltensauffälligkeit und Verhaltensstörung) fasst man unter diesem Begriff zusammen.
  • Flooding: Reizüberflutung. Das Individuum wird dem Angst auslösenden Reiz so lange ausgesetzt, bis der Organismus weder körperlich noch emotional auf den Reiz reagiert.
  • Desensibilisierung, systematische: Trainingstechnik, mit der der Windhund z. B. an angstauslösende Reize gewöhnt werden kann. Die Angst wird in kleinen Lernschritten abgebaut. Der angstauslösende Reiz wird jeweils in einer Intensität angeboten, in der gerade noch keine Angstreaktion gezeigt wird. (Das ruhige Verhalten des Patienten wird positiv verstärkt.) Die Reizintensität wird schrittweise gesteigert, bleibt aber immer unterhalb der angstauslösenden Schwelle.
  • Gegenkonditionierung: Ein bestimmtes konditioniertes Signal, welches ein bestimmtes Verhalten und eine bestimmte Emotion auslöst, wird mit einem anderen zweiten Signal verknüpft, welches ein anderes Verhalten und dessen dazugehörige Emotion auslöst. Dadurch wird es möglich, auf Dauer das Verhalten und die Emotion des zweiten Signals durch das erste Signal auszulösen.
  • Umkonditionierung: (im Sinne instrumenteller Konditionierung): Erlernen eines Alternativverhaltens.
  • Löschung: Das Ausbleiben der gewohnten Konsequenz einer bestimmten Handlung, bzw. der Kopplung zweier Signale führt dazu, dass eine bestimmte Reiz-Reaktionsverbindung zunächst immer seltener und schließlich gar nicht mehr gezeigt wird.
  • Reizgeneralisierung: Ein Verhalten, welches auf einen bestimmten Reiz hin gezeigt wird, wird zunehmend auch bei ähnlichen und schließlich auch bei anderen Reizen gezeigt.
  • Sensibilisierung: Bei wiederkehrender Konfrontation mit dem Reiz findet keine Gewöhnung statt, sondern eine Verstärkung der Reaktion selbst bei geringer Reizintensität. In der Regel ist dies so bei Reizen, die wichtig für den Organismus sind, weil sie eine Gefahr signalisieren können. Reize, die starke Emotionen auslösen, habituieren seltener, sondern führen eher zur Sensibilisierung.
  • Shaping: Schrittweises Hinarbeiten auf ein bestimmtes Trainingsziel.
  • Signal, angeborenes: Ein angeborenes Signal ist ein Reiz, der ohne vorhergehende Lernprozesse ein angeborenes Verhalten auslöst.
  • Signal, konditioniertes: Fällt ein zunächst neutraler Reiz zeitlich überwiegend mit dem Beginn eines bestimmten Verhaltens zusammen, wird er allmählich zum Auslöser des Verhaltens. Man nennt einen solchen Reiz konditioniertes Signal.
  • Sozialisation: Die Sozialisation beschreibt einen prägungsähnlichen Lernvorgang. Dabei lernt das Tier die körperlichen und verhaltensmäßigen Eigenschaften kennen, die ein anderes Lebewesen als Angehörigen der eigenen oder einer befreundeten Art kennzeichnen. Gleichzeitig wird das Erkennen und das situationsgerechte Nutzen von sozialen Gesten erlernt. Diese Vorgänge finden in einer zeitlich begrenzten sensiblen Phase statt (Sozialisation). Sie dauert beim Windhund von der 3. bis zur ca. 14. Lebenswoche (das genaue zeitliche Ende der Sozialisationsphase konnte bisher nicht bestimmt werden!).
  • Timing: Damit eine Verknüpfung zwischen zwei unabhängigen Ereignissen (z.B. Reiz-Reaktion, Handlung- Folge, Reiz- Handlung) stattfinden kann, müssen beide in einem engen zeitlichen Zusammenhang stehen (maximal 1 Sekunde).
  • Verhaltensstörung: nach Hassenstein (1980) Das Verhalten eines Tieres gilt dann als gestört, wenn es das Individuum selbst, seinen Sozialverband oder seine Art schädigt oder aber wenn das Verhalten auf Grund von äußeren Schädigungen oder nachteiligen Einflüssen auftritt, ohne den Organismus gegen sie (die Schädigungen oder Einflüsse) zu schützen.

 

➤ Schleppleinentraining

Es ist eindeutig eines der unbeliebtesten Trainingsthemen, aber leider unumgänglich, wenn man sich im Besitz eines Hundes mit Jagdtrieb befindet. Schon alleine aus Respekt gegenüber unseren Mitmenschen und unserer Umwelt, sollten wir unsere Windhunde sichern. Zu viel könnte sonst passieren, solange der Rückruf noch nicht in schwierigen Situationen funktioniert, wenn der Windhund davon rennt und einen Unfall provoziert oder ein anderes Tier tötet. Auch wenn der Gedanke unseren Freund, ein Lauftier mit großem Bewegungsdrang, mit einer 10 m - Leine zu begrenzen, uns widerspricht, müssen wir uns dessen bewusst sein, dass nur ein gutes und sicheres Training ihm irgendwann die Chance zum Freilauf geben wird.

Zu Beginn ein paar grundlegende Regeln im Umgang mit der Schleppleine. Die Länge der Leine ist frei wählbar, sollte aber bei großen und schweren Hunden nicht zu lang sein, da sich eine große Kraft entwickeln kann, wenn der Windhund mit viel Tempo in die doppelte Leinenlänge hinein rennt. Schleppleinen werden aufgrund der Verletzungsgefahr für den Windhund immer am Geschirr befestigt und nie am Halsband. Sie selber sollten sich eventuell Handschuhe z.B. Fahrradhandschuhe anziehen um Brandverletzungen an den Händen zu vermeiden. Zu empfehlen sind Schleppleinen aus Biothane. Es handelt sich um ein mattes Polyestergewebe mit einer Vinyl-Ummantelung und hat einen ähnlichen Griff und ein lederähnliches Aussehen wie die klassische Lederstruktur. Biothane ist sehr leicht zu reinigen (starkem Wasserstrahl oder bei sehr starker eingetrockneter Verschmutzung weicher Bürste oder Schwamm) und ist praktisch unverrottbar. Leinen aus Biothane in ganz unterschiedlichen Farben und Längen. Auch sehr empfehlenswert sind Lederleinen, aber diese benötigen über den Lauf der Jahre mehr Pflege. Leinen mit einem hohen Baumwollanteil können viel Wasser aufnehmen und sehen schnell unansehnlich aus.

Und nun zum Training. Nur wenn Ihr Windhund lernt nicht an der Schleppleine zu ziehen, sondern einen bestimmten Radius zu ihnen einzuhalten, haben wir später die Möglichkeit die Schleppleine wieder Ausschleichen zu können. Befindet sich jedoch immer Spannung auf der Leine, weiß der Windhund auch umso deutlicher, dass sie dran ist und er nicht weg kann. Damit der Windhund aber zu Beginn lernt, wo das Ende der Leine kommt, machen Sie sich bitte ca. einen Meter vor deren Ende einen Knoten oder eine andersartige Markierung in die Leine. Immer wenn Sie mit Ihrem Windhund laufen und diese Markierung durch Ihre Hand läuft geben sie das Kommando “Stopp” oder “Halt”, währenddessen läuft die Leine noch weiter durch Ihre Hand und Sie halten erst am Ende fest. Diesen Meter hat der Windhund Zeit zu reagieren und stehen zu bleiben. Sie werden im Laufe des Trainings deutliche Fortschritte merken. Bleibt er auf das Signal hin von alleine stehen, dann werfen Sie ihm eine Belohnung zu und gehen weiter. Reagiert er nicht und die Leine strafft sich, dann locken Sie ihn zu sich z. B. indem Sie sich auf den Oberschenkel klopfen und gehen mit ihm zusammen wieder weiter. Lassen Sie dabei die Schleppleine auf dem Boden schleifen oder nehmen Sie sie in großen Schlaufen immer wieder auf und lassen sie durch Ihre Hand gleiten.

Hat der Windhund gelernt so locker mit Ihnen durch Feld und Flur zu gehen, dann können Sie mit dem Rückruftraining an der Schleppleine beginnen.

Schleppleinen-Training   Schleppleinen-Training
   
So wird die Schleppleine richtig gehalten.   Der Rückruf muss erfolgen, wenn die Schleppleine noch nicht gespannt ist.

 

➤ Rückruf auf Hörsignal

Klappt das Laufen mit dem Hund an der Schleppleine, können wir jetzt zum Wichtigsten übergehen – dem Aufbau eines sauberen Rückrufsignales, unserer späteren Sicherheit im Freilauf eines jagenden Hundes. Bedenken Sie aber, Ihr Hund ist ein Tier und eine 100%ige Sicherheit wird es nie geben!

Wie bei jedem Signal, welches Sie Ihrem Hund beibringen, steigern Sie bitte langsam die Ablenkung und Wechseln angepasst dem Trainingsstand die Standorte zum Üben zum Beispiel Wohnung, Garten, Weg vor dem Haus, Feldweg, Wald.

Bevor Sie beginnen zu Üben, überlegen Sie sich bitte ein Wort, mit dem Sie Ihren Hund später sagen wollen, dass er auf dem schnellstem, direktem Weg egal was er gerade macht oder wo er sich gerade befindet zurück kommen soll. Wählen Sie bitte ein Signal aus, welches Sie nicht im Alltag benutzen wie Komm, sondern ein Signal das der Hund noch nicht kennt zum Beispiel “Zurück”.

In den ersten Trainingsschritten sagen Sie das neue Signal und füttern dabei Ihren Hund. Als nächstes sagen Sie das Signal und laufen ein paar Schritte rückwärts, sofort wieder belohnen. Üben Sie dies in verschiedenen Situationen. Klappt das gut, dann üben sie in ablenkungsarmer Umgebung an der Schleppleine. Ist der Hund aufmerksam, dann rufen Sie Ihren Hund direkt mit dem Rückrufsignal zu sich. Sollte er abgelenkt sein und zum Beispiel irgendwo Schnuppern, dann sprechen Sie ihn zuerst mit seinem Namen an, reagiert er, dann folgt das Rückrufwort. Achten Sie dabei auch auf Ihre Körpersprache, diese sollte einladend und offen sein. Beugen Sie sich nicht nach vorn, sondern mit dem gesamten Oberkörper mehr nach hinten. Sie können sich auch umdrehen und etwas vom Hund weglaufen, das motiviert den Hund Ihnen schneller zu folgen. Bleiben Sie immer freundlich und belohnen Sie den Hund mit Futter oder Spiel.

Rückruf auf Hörsignal  

 

 

 

 

 

 

 

Der Hund wird durch eine freundliche Gestik und Mimik zum Kommen motiviert.

 

Gelingt eine Übung nicht, dann überlegen Sie bitte welcher Trainingsschritt zu schwer war und machen die Übung das nächste Mal einfacher. Rufen Sie Ihren Hund maximal 2 x mit dem Rückrufwort, damit der Hund nicht lernt erst auf das 5. Wort zu hören. Steigern Sie ansonsten die Motivation für den Hund. In schweren Gebieten steigern Sie bitte immer die Belohnung.

Viel Spaß beim Üben!

 

➤ Rückruf auf Pfeifensignal

Im letzten Thema wurde der Rückruf des Hundes auf Hörsignal geübt. Nun möchte ich Ihnen die Vor- und Nachteil, sowie die ersten Trainingsschritte mit einer Pfeife erklären.

Im Fachhandel gibt es verschiedene Ausführungen an Hundepfeifen. Ich empfehle eine Pfeife aus Kunststoff. Pfeifen aus Metall können im Winter an den Lippen hängen bleiben. Welche Tonfrequenz die Pfeife aufweist ist nicht ausschlaggebend, besser für das Training ist es aber, wenn Sie sie selber hören können.

Welche Vorteile bringt Ihnen die Pfeife nun im Alltag mit ihrem Hund? Hunde reagieren im Allgemein schneller und besser auf das Tonsignal einer Pfeife, als auf unsere menschliche Stimme. Der Pfiff wirkt durchdringender und kommt selbst bei starker Ablenkung noch besser im Hundegehirn an, vorausgesetzt er ist gut klassisch Konditioniert. Ein weiter Vorteil ist der immer gleichbleibende Ton der Pfeife. Das heißt, es können verschiedene Familienmitglieder den Hund auf die gleiche Art rufen. Des Weiteren wird Ihre eigene Emotion nicht mit übertragen, so wie bei einem Hörsignal. Hunde können sehr gut an der Tonlage der Menschen Aufregung oder Stress erkennen und gehen im schlimmsten Fall erst recht schauen, wo sich das Reh befindet. Den einzigen Nachteil den die Pfeife besitzt – wir müssen daran denken sie einzustecken, aber zur Not gibt es immer noch unser Hörsignal.

Ich stelle Ihnen nun eine Trainingsvariante vor, welche Sie auch benutzen können, falls Sie noch kein Rückrufwort konditioniert haben. In der ersten Trainingswoche pfeifen Sie jedes Mal, wenn Fütterungszeit ist. Sie pfeifen und stellen gleichzeitig das Futter auf den Boden, auch wenn der Hund schon neben Ihnen sitzt. In der zweiten Woche halten Sie den Futternapf in der Hand laufen 3 Schritte rückwärts vom Hund weg und pfeifen dabei. Ihr Hund sollte daraufhin folgen und Sie stellen ihm den Napf hin. Nun geht es nach draußen. Ihr Hund befindet sich an der Leine und läuft vor Ihnen. Sie pfeifen, gehen ein paar Schritte rückwärts und geben Ihrem Hund eine Hand voll Futter auf den Boden. Diesen Trainingsschritt üben Sie nun unter verschiedenen Ablenkungen und mit verschiedenen Leinenlängen. Achten Sie immer auf eine gute für den Hund hochwertige Belohnung. Sind Sie sicher, dass der Rückruf mit der Pfeife gut klappt, dann können Sie beginnen die Leine hinter dem Hund her schleifen zu lassen. Üben Sie konsequent in kleinen Lernschritten, sodass Sie sicher sein können, dass Ihr Hund IMMER kommt.

Ich empfehle für den Rückruf als Pfeifsignal einen Doppelpfiff.

Viel Spaß beim Üben!

Rückruf auf Pfeifensignal  

 

 

 

 

 

 

 

 

Beugen Sie sich im Moment des Rückrufes nicht nach vorne, sondern leicht nach hinten. Diese Körperhaltung wirkt für den Hund nicht bedrohlich.

 

➤ Erregungskontrollübungen/Impulskontrolle

Die ersten Schritte des Trainings sollten mittlerweile Früchte getragen haben und Erfolge deutlich spürbar werden. Ihr Hund befolgt ein Rückrufsignal und kommt auf das Pfeifensignal hin sofort schnell zu Ihnen. Prima! Nun steigern Sie immer mehr die Ablenkung und die Schwierigkeiten.

Mit dem Thema Erregungskontrolle möchte ich Ihnen noch weitere Tipps für Übungen mit dem Hund an die Hand geben. Wieso eigentlich Erregungskontrolle? Was hat dies mit Jagdverhalten zu tun? Sehr viel, denn jeder Hund, der das Jagen für sich entdeckt hat, fällt in eine innere Anspannung bzw. in einen Erregungszustand bei der Aufnahme einer Wildspur oder bei Sichtkontakt mit Wild. Diese Zustände sind es, in denen wir als Besitzer von unseren Hunden etwas Verlangen, meist sich vom Wild abzuwenden und zu uns zu kommen oder still sitzen zu bleiben ohne das Wild weiter zu verfolgen. Eine schwere Übung für den Hund, die wir im Training nachstellen können.

Erregungskontrolle beginnt bereits mit kleinen Übungen im Alltag. Der Hund muss warten bis sein Futter auf dem Boden steht und darf erst nach Freigabe fressen. Er muss sich zum Anleinen setzen und verlässt erst nach dem Besitzer das Haus und den Garten. Dies gilt ebenfalls bei allen anderen Türen und Durchgängen, gedrängelt wird nicht. Er lernt zu warten bis der Ball im Gras gelandet ist und darf ihn dann erst suchen und holen. Dreht er beim Spielen zu sehr auf, wird das Spiel sofort kommentarlos unterbrochen.

Gut geeignet sind außerdem Spiele mit der Reizangel (ein Stab mit Seil an dem z. B. ein Hasenfell hängt). Sie spielen mit Ihrem Hund mit der Reizangel, indem Sie einen wegspringenden Hasen imitieren, durch schnelles ruckartiges wegziehen und bewegen des Felles. Geben Sie Ihrem Hund nun die Signale Sitz, Platz oder das Abbruchsignal. Befolgt er das Signal gut, dann darf er als Belohnung das Fell fangen und kurz damit spielen. Tauschen Sie die Beute nun wieder aus und üben Sie weiter. Klappt es noch nicht so richtig, dann bewegen Sie das Hasenfell so minimal wie nötig um Erfolg zu haben. Steigern Sie die Bewegung langsam.

Den Rückruf von der Reizangeln üben Sie am besten mit einer Hilfsperson, welche die Reizangel bedient. Rufen Sie Ihren Hund vom Hasenfell ab. Belohnen Sie ihn hochwertig. Sie können ihn ab und an auch damit belohnen, indem Sie ihn nach einem schönen Rückruf erlauben das Fell zu bekommen und damit zu spielen. Alternativ können Sie auch Futter oder andere Lieblingsspielzeuge des Hundes an die Reizangel binden.

Erregungskontrolle bei Reizangel  

 

 

 

 

 

 

 

 

Der junge Greyhound hat seine Erregung beim Anblick des an der Reizangel befindlichen Hasenfells nicht unter Kontrolle. Das soll in dem Fall auch so sein. Der Windhund läuft auf der Rennbahn.

 

➤ Gegenkonditionierung/Aufbau eines Alternativverhaltens

Bei dem bisher erfolgten Training haben wir den Hund immer aktiv zurückgerufen, sobald Rehe oder anderes Wild in Sichtkontakt gekommen sind. Diese Art des Trainings bedeutet aber auch, dass wir immer rechtzeitig mitbekommen müssen, dass sich Wild in unmittelbarer Nähe befindet. Durch das Training mit Hilfe von einer Gegenkonditionierung möchte ich erreichen, dass der auslösende Reiz, also das Wild, den Hund dazu veranlasst, ein anderes Verhalten zu zeigen.

Um dies zu erreichen und den Hund soweit zu bekommen, bei Anblick von Wild automatisch abzudrehen und ein anderes Verhalten z B. Erwartungsvoll zu uns zu kommen und ein tolles Spiel einzufordern, müssen 3 Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Der Hund darf von Beginn des Trainings an nie mehr das alte Verhalten zeigen
  • Er muss sich überhaupt mit anderen tollen Ressourcen ablenken lassen z .B. Futter oder Spielzeug
  • Unser Timing ist perfekt und der Hund Jagd hauptsächlich auf Sicht, da der Zeitpunkt bei Stöberhunden schwer zu erkennen ist, wann sie tatsächlich jagen

Ist der Hund also gut zu motivieren, dann können Sie beginnen gegen zu konditionieren und das bisherige Verhalten durch ein anderes zu Ersetzen. Er soll sich automatisch zu Ihnen orientieren sobald er Wild sieht. Das Wild löst das Spiel mit Ihnen aus.

Gehen Sie dafür mit Ihrem an der Leine gesicherten Hund in ein wildreiches Gebiet. In dem Moment in dem er Wild erblickt, geben Sie ihm sofort sein Lieblingsspielzeug und spielen so lange bis das Wild verschwunden ist oder füttern ihn ausgiebig mit tollem Futter. Üben Sie dies immer bei Wildkontakt und an verschiedenen Orten. Der Hund sollte nie wieder zum Jagen durchstarten. Haben Sie ausgiebig geübt, dann wird der Hund nach einigen Wochen, sich bei Wildsichtung sofort zu Ihnen umdrehen und Spiel oder Futter einfordern. Belohnen Sie nun immer das Verhalten, welches er nach Sichtkontakt anbietet, also Abwenden, Blickkontakt zu Ihnen.

Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, wenn der Hund bei Anblick von Wild nicht mehr zur Jagd ansetzt, sondern zu Ihnen umdreht!

Gegenkonditionierung eines Hundes   Gegenkonditionierung eines Hundes
   
Klassische Konditionierung ist eine von dem russischen Physiologen Pawlow begründete Lerntheorie, die besagt, dass einem natürlichen, meist angeborenen, sogenannten unbedingten Reflex durch Lernen ein neuer, bedingter Reflex hinzugefügt werden kann.   Die Methode der Gegenkonditionierung beruht auf der theoretischen Grundlage des klassischen Konditionierens. Der das Hetzen auslösende Reiz (z.B. Witterung von Wild) wird gemeinsam mit einem positiv besetzten Reiz (z.B. ganz leckeres Fressen oder besonders attraktives Spielmaterial) präsentiert wird.

 

➤ Entspannungssignal

Nicht nur draußen am Wild sind Übungen möglich. Nein wir können schon zu Hause beginnen der Situation in Wald und Wiese entgegen zu wirken.

Jeder Kontakt mit Wild geht einher mit einer großen Aufregung für den Hund. Leider überträgt sich diese Aufregung schnell auf den Besitzer und die Situation wird noch mehr angeheizt, als sie eh schon ist. Beginnt man in solch einer angespannten Situation falsch zu reagieren z B. mit Schreien oder schnellem panischem wegnehmen des Hundes aus der Wildbegegnung, kann es dazu kommen, dass falsches beim Hund gelernt wird und die kommenden Begegnungen aus den Erfahrungen heraus noch schwieriger werden als bis her, sodass man bestimmte Wälder und Wiesen völlig meiden muss, da der Hund sich schon in der Nähe dieser wahnsinnig aufregt.

Das muss nicht passieren, wenn wir als Besitzer ein paar Regeln beachten und im Vorfeld Übungen aufbauen und trainieren um den Hund aus solchen aufregenden Momenten zu helfen. Trainieren Sie mit dem Hund ein Ruhesignal. Ein Signal, welches ihm Ruhe und Entspannung signalisiert. Dies kann ein Wort ein Geruch oder eine Geste sein. Suchen Sie sich dazu eine Situation in der der Hund völlig ruhig und entspannt ist, also z B. abends wenn er müde ist. Sagen Sie nun in ruhiger Tonlage Ihr Wort oder streichen Sie seinen Körper entlang. Wiederholen Sie das mehrere Tage hintereinander. Testen Sie in einem nicht so aufregenden Moment, indem er sich kurz vor der Entspannung befindet, ob es schon klappt. Wichtig ist es, dass das Ruhesignal oder die Berührungen immer wieder in ruhigen Situationen aufzufrischen und nicht nur in der Aufregung anzuwenden, sonst kann sich das Erlernte auch schnell umwandeln. Steigern Sie langsam die Aufregungssituationen, aus denen Sie ihn in die Entspannung bringen.

Gehen Sie nun zukünftig immer entspannt aus Wildbegegnungen heraus. Lassen Sie Ihren Hund erst beruhigen und verlassen dann den Ort des Geschehens, um Fehlverknüpfungen zu vermeiden.

Ein entspannter Hund   Ein entspannter Hund
   
Nahezu jedes Hundeverhalten, welches aus der Menschenperspektive als "problematisch" betrachtet wird, lässt sich auf ein zu hohes Erregungsniveau zurückzuführen. Die emotionalen Reaktionen Angst und Aggression z.B. fallen umso stärker aus, je höher das Niveau der Erregung in dem jeweiligen Moment ist.   Die Beeinflussung der Erregung gehört daher zu den Grundlagen der Veränderung problematischen Verhaltens. Konditionierte Entspannung bedeutet, dass beim Hund das Erregungsniveau ein wenig absinkt und er dadurch wieder auf unsere Signale reagieren kann.

 

➤ Alternative Beschäftigungsmöglichkeiten

Nun sind alle Trainingsschritte erfolgreich absolviert und Ihr Hund hoffentlich erfolglos in seinem Jagdverhalten geblieben und Sie erfolgreich mit allen Trainingseinheiten.

Wichtig ist und bleibt ein regelmäßiges Training, Üben und festigen der gelernten Verhaltensketten.

Nun bleibt noch die Frage: “Wie kann ich meinen Hund beschäftigen? Welche Ersatzmöglichkeit kann ich ihm zum Jagen bieten? Und warum benötigt er diese überhaupt?”

Viele Hundeschulen und Hundesportvereine bieten mittlerweile ein breit gefächertes Angebot an Hundesportarten an: angefangen von Agility, Trick-Dog, Obedience und Treibball, sind jedoch sicher Beschäftigungen wie Apportieren, Schnüffelspiele oder Mantrailing, eine speziellere Auslastung und damit Alternative für unsere Jagdhunde.

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten seinen Hund täglich in der eigenen Wohnung, sowie beim Spaziergang durch kleine Übungen zu beschäftigen.

Zum Beispiel über:

Denksportspiel

  • Haben einen hohen Auslastungseffekt
  • Fördern besonders die Problemlösefähigkeit, Kreativität, und geistige Flexibilität
    begünstigen Denken statt Wut/ Panik
  • führen häufig zu mehr Wertschätzung des Hundes

Kau- und Nagespiele

  • Besitzen einen hohen Genuss- u Spaßfaktor
  • Kanalisieren das Kaubedürfnis des Hundes
  • Wirken stark beruhigend
  • Sind eine ‚stille Beschäftigung' und wertvolle Trainingshilfe
    • Entspannung
    • gehören zum täglichen Minimalprogramm

Schnüffelspiele

  • Haben einen hohen Auslastungseffekt
  • Wirken stark beruhigend Wertvolle Ersatzbeschäftigung für Hunde mit Jagdleidenschaft
  • Eignen sich um Talente und Stärken zu fördern

Nun ein paar Beispiele für die oben aufgeführten verschiedenen Spielarten, sowie viele andere tolle und zugleich nützliche Beschäftigungsideen:

Übungen für Draußen:

  • Auf Hörzeichen in und aus dem Auto springen
  • Drunter & Drüber klettern über Abgrenzungen oder Parkbänke
  • Leckerchen fangen
  • über Baumstämme balancieren
  • auf Baumstümpfen Sitz und Bleib Übungen absolvieren
  • den eigenen Hund Tragen
  • Nachlauftraining bzw. Lernen hinter Besitzer zu laufen
  • Dinge umrunden, Slalom um Hindernisse/ durch die Beine
  • Passanten ruhig begrüßen evtl. mit Pfötchen geben
  • Suchen – von Leckerlis, von Spielzeug, von Gegenständen die dem Besitzer gehören

Übungen für Drinnen:

  • Slalom um Flaschen
  • Kriechen unter Hindernissen durch z B Stühle
  • Bleib Übungen in einer Kiste z B Tomatenkiste
  • Über den Hund steigen (Platz Bleib)
  • Bei Fuß durch die Wohnung/ an auf dem Boden verstreute Leckerlis vorbei
  • ruhiges Begrüßen von Besuch
  • Sitz/ Platz Bleib z B vor Treppe
  • Packet auspacken welches mit zerknülltem Zeitungspapier gefüllt ist in dem Leckerli versteckt sind
  • Tisch umrunden
  • Sitz/ Platz hinter der Tür
  • Suchen von Futter und Spielzeug
  • Bringen von Gegenständen, z.B. Post, Wäsche

Auch für nicht jagende Hunde gibt es viele gute Gründe warum jeder Hundebesitzer seinen Hund derart körperlich und geistig auslasten sollte: Bewegung für Hund und Mensch, Bindungsaufbau, Problemverhalten vorbeugen z. B Jagen, Zerstören, Gehorsam allgemein verbessern, Frustationstoleranz stärken, Stress abbauen, das Selbstvertrauen stärken, die Ausdauer stärken

Aber auch dabei sollte man einige Grundregeln befolgen, sonst kann es passieren, dass der Hund ganz schnell die Lust an diesen Übungen verliert oder gar nicht richtig begreift, was von ihm verlangt wird:
viel über Körpersprache dem Hund anfänglich zeigen und helfen, Belohnen über Spiel, Futter und Sozialkontakt, Minutentraining, langsame Steigerung der Ablenkung, langsame Steigerung der Übungsschwierigkeit, unter Stress ist ein Lernen nicht möglich, also bitte alles mit Ruhe, Geduld und Freude!

Leckerliesuche Baumrinde   Leckerliesuche Baumrinde
     
In der Baumrinde werden Leckerli versteckt, wlche der Hund suchen muss.
     
Leckerliesuche Wasserschlauch   Leckerliesuche Wasserflasche
     
Der Hund gelangt nur an die Leckerli, wenn er das Tuch aus dem Schlauch zieht.
     
Leckerliesuche Wasserflasche   Leckerliesuche Wasserflasche
     
Um an die Leckerli zu gelangen, muss der Hund die Flasche drehen.